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Ausverkaufter Ratssaal bei der Podiumsdiskussion zur A33

Von Dirk Schötz am 11.07.2006
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Bürgerverein Wallenhorst hatte eingeladen – Gemeindevertreter bekräftigen deutliches Nein

Der geplante Bau der Autobahn A33-Nord durch Rulle-Ost bewegt weiterhin die Gemüter in der Gemeinde Wallenhorst. Dabei bewies die Podiumsdiskussion im voll besetzten Ratssaal des Rathauses, dass der aktuelle Planungsstand durchaus noch Platz für Verhandlungen lässt und in Sachen A33-Nord noch längst nicht alle Fragen geklärt sind.



Diskutierten ohne zu streiten (von links nach rechts): Dirk Möller, Dr. Winfried Wilkens, Eckhard Lammens, Ulrich Belde, Karl-Heinz Voerste, Georg Hörnschemeyer, Dr. Matthias Schreiber.

Auf Einladung der Bürgervereins Wallenhorst diskutierten Dirk Möller von der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr, Kreisrat Dr. Winfried Wilkens, der Geschäftsführer der IHK Osnabrück-Emsland Eckhard Lammens, Bürgermeister Ulrich Belde, der stellvertretende Wallenhorster Ratsvorsitzende Georg Hörnschemeyer und Dr. Matthias Schreiber als selbstständiger Umweltgutachter mit dem Geschäftsführer des Bürgervereins Karl-Heinz Voerste. Dieser hatte nur wenig Mühe mit der Leitung auf dem Podium, da die Fachleute vielmer sachlich argumentierten, als zu streiten.
Zu Beginn des Abends erläuterte Möller den zahlreichen Besuchern im Ratssaal noch einmal den aktuellen Stand der Planungen. Fakt sei, dass die A33-Nord im vordringlichen Bedarf des Bundesverkehrswegeplans stehe. Zum aktuellen Zeitpunkt ginge es darum, sich intensiv mit dem Thema Umweltschutz in dem voraussichtlichen Trassengebiet zu beschäftigen. Der 9,3 Kilometer lange Streckenabschnitt wird rund 60 Millionen Euro kosten. Nach Berechnungen des Bundes werden dieses Teilstück im Jahr 2015 rund 34.500 Kfz täglich passieren. „Wir stehen aktuell noch ganz am Anfang“, erklärte Möller. Als nächste Schritte stünden jetzt die Umweltverträglichkeitsstudie, die Linienprüfung und die Variantenentwicklung an.
„Wir brauchen eine A33 zur A1“, legte sich Lammens für die IHK fest. Die Autobahn sei ganz im Sinne der Mitglieder der Industrie- und Handelskammer, da sie der Wachstumsregion Osnabrücker Land neue Perspektiven für die Entwicklung von Gewerbegebieten bringe, die Region auch überregional noch besser anbinde und den Güterverkehr in der Stadt Osnabrück entlaste. Dr. Wilkens ergänzte, dass sich der Landkreis ganz bestimmt nicht leicht mit der Entscheidung pro Autobahn getan habe, man aber im Sinne aller Bürger der Region Osnabrück entscheiden müsse. „Das spielen viele Faktoren eine Rolle.“
Als Vertreter aus dem Rat der Gemeinde bekräftigte Hörnschemeyer das deutliche Nein zum A33. „So lange es eine Chance gibt, werden wir für die Nullösung kämpfen.“ Unterstützung erhielt er von Bürgermeister Belde: „Die Gemeinde wird sich an keinen Trassendiskussionen beteiligen.“ Die vorgeschlagenen Trassen habe man allesamt als nicht verträglich abgelehnt. „Die verantwortlichen drücken sich um eine schlichte Feststellung: Bei der erheblichen Beeinträchtigung der vorgeschlagenen Trassen für die Umwelt, sei man einfach in der Verpflichtung, über Alternativen nachzudenken, forderte Dr. Schreiber, worauf Dr. Wilkens erläutere, dass es aktuell keine Grundsatzalternative weiter Nördlich geben könne. „Das wäre dann ein neues Projekt. Es geht nicht darum, die A33 irgendwo an die A1 anzubinden.“ Sondern in dem im Bundesverkehrswegeplan vorgegebenen Rahmen.


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